Die Veranstaltung findet im zweiten Stock der Dondorf-Druckerei (2og:dondorf, Gabriel-Riesser-Weg 3) statt.
Luxuriöse öffentliche Orte zu propagieren und Vergesellschaftung von Räumen zu fordern ist leicht – aber es ist Zeit, das genauer unter die Lupe zu nehmen. Viele kulturelle und soziale Zentren haben eine Geschichte von Besetzungen hinter sich. An irgendeinem Punkt mussten sie sich fragen – mit oder ohne die Stadt? Wie viel basisdemokratische Selbstorganisation ist möglich? Wann drückt die Notwendigkeit von Effektivität der Verwaltung und dazu, klarere Strukturen zu etablieren? Was können wir aus den vergangen Erfahrungen von Aktivist*innen lernen und wie steht es um die Debatte um Legalisierung und Selbstorganisation? Im Vortrag sollen verschiedene Spielarten von Vergesellschaftung „öffentlicher“ Räume besprochen werden. Anhand verschiedener bestehender Beispiele kultureller und sozialer Zentren können wir uns die Frage stellen: Was führt möglicherweise zu Ein- und Ausschlüssen bestimmter Personengruppen aus selbstverwalteten Orten und hängt das mit der Eigentumsstruktur direkt zusammen?
Luise Butzer (sie/ihr) hat Sozialwissenschaften und Soziologie in Köln und Jena studiert und dann arbeitete sie für eine Zeit lang zum Thema Wasserversorgung an der Uni Jena, am Lehrstuhl für allgemeine und theoretische Soziologie. Seit 2024 arbeite sie bei dem Verein communia zu Vergesellschaftung im Kontext einer demokratischen Energiewende.
Die Veranstaltungsreihe findet in der Kooperation mit dem Aelita e.V. statt. Eine Übersicht findet sich hier oder auf Instagram.
